Aktion Hoffnungszeichen der Malteser in Kassel 2007
Aktion Hoffnungszeichen der Malteser in Kassel 2007

Hallo und Grüss Gott!

 

Inzwischen bin ich Pfarrer in zwei Kassler Gemeinden, werde aber auch in diesem Jahr den Hoffnungszeichenkonvoi der Malteser nach Bosnien begleiten und bitte Sie, uns zu helfen! Bei der kleinen Aktion geht es darum, Päckchen für Kinder zusammenzustellen, die von den Maltesern in der ersten Woche im Dezember vor Ort gebracht werden nach dem Motto "Hilfe, die ankommt..." (Stefan Krönung)

 


Kasseler Pfarrer lindert mit 33.200 Weihnachtspäckchen Not in Mostar, Sarajevo und Jelah

19. Dezember 2007 hier: Kassel

Kinder leiden noch heute an Kriegsfolgen

Kasseler Pfarrer lindert mit 33.200 Weihnachtspäckchen Not in Mostar, Sarajevo und Jelah


Kassel. Pfarrer Stefan Krönung aus Kassel ist, zusammen mit seinem Team, vor wenigen Tagen aus Bosnien zurückgekehrt. Der 42-jährige katholische Priester hat im Rahmen der Aktion Hoffnungszeichen des Malteser Hilfsdienstes (MHD) insgesamt 33.200 Weihnachtspakete im Wert von rund 332.000 Euro an Not leidende Kinder in Sarajevo, Mostar und Jelah verteilt.

„Vielen Dank und Vergelt’s Gott“, sagt der Pfarrer von St. Joseph und St. Laurentius den Kirchengemeinden, Kindergärten, Einrichtungen und Familien in Kassel, die sich in diesem Jahr an der Malteser-Aktion Hoffnungszeichen für Kinder in Bosnien, Kroatien und im Kosovo beteiligt haben. Sie hatten Pakete mit Spielzeug, Kuscheltieren und Süßigkeiten im Wert von 10 Euro gestiftet. „Wir haben alle Pakete verteilt und konnten 33.200 Kinder beschenken“, berichtet er.

Die sechstägige Tour führte Krönung zusammen mit ehrenamtlichen Helfern und Freiwilligen in Kirchengemeinden, Waisenhäuser, Schulen und Behinderteneinrichtungen in Sarajevo, Jelah und Mostar. Der Krieg auf dem Balkan Anfang der 1990er Jahre sei auch nach so langer Zeit noch überall spürbar, so Krönung. „Er war unvorstellbar brutal“. 100.000 Menschen starben, 14.000 werden heute noch vermisst. Den Kindern fehlen die Väter, die Frauen sind oft arbeitslos, müssen aber den Mann als Ernährer ersetzen. Viele von ihnen haben keine Ausbildung. In Mostar speist die Armenküche täglich 600 Menschen. Sie müsste das Doppelte kochen können, schätzte der mitreisende bosnische Dolmetscher. Nicht jede Stube ist geheizt im nassen, kalten Dezember. Das Brennholz ist teuer und eher noch wird Essen als Winterbrand gekauft. Wenn überhaupt Geld aufzutreiben ist. Immer wieder beklagen die Menschen sich bei den deutschen Helfern über ihre Gesundheitsprobleme. Seit dem Krieg mit seinen vielen Traumata nehmen nicht nur die früheren Kämpfer Psychopharmaka. Andere haben Diabetes bekommen. „Armut macht krank. Sie hat viele Gesichter“, sagt Stefan Krönung. „Die Probleme des Alltags sind aber nur das eine, was die Bedürftigen hier zu bewältigen haben. Mehr noch sind es die Alpträume und Erinnerungen an Krieg, Vertreibung, Verlust“.

Nachdenklich beschreibt Krönung die Situation der Familien und ihrer Kinder in einigen Regionen. „Natürlich gibt es Armut auch bei uns. Aber dass eine allein Erziehende Mutter mit Ihren drei Kindern in einem Raum leben muss, sich mit 13 Parteien eine tropfende Dusche, für deren Instandhaltung niemand verantwortlich ist, in einer völlig heruntergekommenen ehemaligen Kaserne teilen muss, das übersteigt die Grenzen des Erträglichen. Wir haben den Menschen Brennholz gekauft, um nicht mit dem Gefühl nach Hause zu fahren, dass der nasse Winter eine Katastrophe wird“.

Ende des Jahres löst sich nach jahrelanger erfolgreicher Arbeit der Kasseler Verein „Helft Bosnien“ auf. Die Malteser haben sich vorgenommen den Großteil der Arbeit für die bedürftigen Familien in Mostar und Umgebung zu übernehmen und Geldspenden zu erbetteln, um möglichst vielen der jahrelang betreuten Alten und Familien mit einem monatlichen Lebensmittelpaket für 40 Euro die Existenz zu sichern.

Regelmäßig ist Pfarrer Krönung mit seinen Malteserhelfern vor Ort und besucht die Menschen in Bosnien. Er bittet die Bevölkerung um Spenden für die Arbeit auf dem Balkan. Auch im nächsten Jahr wird die Päckchenaktion Hoffnungszeichen im Raum Kassel stattfinden.

Liebe Leute! Wer hat noch Fotos - Geschichten - Erinnerungen an die Aktion Hoffnungszeichen aus früheren Jahren? Meldet euch doch bei uns! Dank und Gruss! Stefan Krönung, MHD Kassel

Abgabestellen

Kirchort St. Joseph

Marburger Str. 87

34127 Kassel und Umgebung (Nähe Marienkrankenhaus)

Mo,Di,Do,Fr 08.30-14 h, Sa 10-14 h, So 10-13 h

 

Familie Wehner, Siedlungsweg 3, 36100 Petersberg - Annahme der Päckchen abends von 18 bis 21 Uhr.

Familie Krönung, Im Wolfsgarten 10, 30100 Petersberg – Abgabe nur nach vorheriger telefonischer Absprache möglich: Tel. 0661 607511.

Abgabeschluss ist der 20. November.

 

Dr. Astrid Dörner

Haydnstr. 8

63457 Maintal-Dörnigheim

Mo-Sa 11-13 h (bei B. Dörner klingeln)

 

Helfergruppe fleissig und unermüdlich im Westerwald seit vielen Jahren aktiv mit ... Aktionszeitraum immer bis Mitte November an verschiedenen Sammelstellen! Schaut auf die Liste unter http://www.hoffnungszeichen-weidenhahn.de

  

Marburg und Umgebung Oberhessen organisiert Alexandra Leven vom Malteser Hilfsdienst in Schröck - Info 0151 17300109

 

Unterstützung und Spenden

Helfen Sie uns dabei, Päckchen für Kinder zu Weihnachten und Neujahr nach Bosnien zu bringen.

Seit mehr als 20 Jahren organisieren Malteser aus verschiedenen Organisationseinheiten Aktionen für Kinder im ehemaligen Jugoslawien und führen diese Aktionen in Bosnien und Herzegowina fort.

2011-12-10 15.01.59
KDSC_0190-2
DSC_0485
DSC_0197
DSC_0448
DSC_0441
DSC_0481
DSC_0472-2
DSC_0480
DSC_0470

Auslandsdienst der Diözese Limburg

Werner Klasner hat vor mehr als 20 Jahren als Leiter des Osteuropareferates die Aktion Hoffnungszeichen der Malteser ins Leben gerufen. Mehr auch unter "Diözesen" ....